Digitalisierung: schrittweise und flexibel

September 2020 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

Digitalisierung: schrittweise und flexibel

Beitrag der APTIS GmbH

Andreas Haaken, Geschäftsführer der APTIS GmbH
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Herr Haaken, was bedeutet eigentlich „Digitalisieren“?
Viele Unternehmen – gerade auch KMU – glauben, mit dem Einsatz einer Office-Anwendung und einem Konferenz-Tool seien sie schon „digital“. Das ist aber nicht der Fall, selbst wenn sie ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, Tabellen oder Dokumente in der Cloud zu bearbeiten. Digitalisierung bedeutet vielmehr, Unternehmensprozesse ins Digitale zu übertragen, also zu transformieren, wenn dies sinnvoll ist, zu automatisieren und sie im Zuge dessen idealerweise auch zu optimieren.

 

Wie gehen Sie da vor?
Bevor wir von Digitalisierung sprechen, stellen wir unseren Kunden folgende Frage: Wie sehen Ihre Prozesse überhaupt aus? Wo könnten Sie mit der Transformation beginnen? Das bedeutet für die meisten mittelständischen Unternehmen, ihre Prozesse erst einmal gründlich und transparent abzubilden. Erst dann beginnt die eigentliche Digitalisierung. Meist stellt sich heraus: Es gibt einen bestimmten, für das Unternehmen wichtigen Bereich, in dem es hakt und der deshalb Optimierungspotenzial bietet.

 

Haben Sie ein Beispiel?
Ein Betrieb in der Metallverarbeitung hatte das Problem, dass sich die Mitarbeiter morgens ihre Auftragsmappen abgeholt und sie abends wieder als erledigt abgegeben haben. Niemand wusste, was zwischendurch passierte. Wir haben die Mappen dann mit RFID-Chips ausgestattet, die als Link in das von uns entwickelte Produktionssystem dienen. Ist ein Arbeitsschritt ausgeführt, meldet der Chip das automatisch. So herrscht Transparenz: Wie ist der Stand? Wie sieht es mit Lagerbeständen aus? Kann die Buchhaltung schon Rechnungen anstoßen, der Einkauf für Nachschub sorgen? Die Lösung ist auch ein Beispiel dafür, dass wir einen Rundum-Service bieten: Neben der Software betrachten wir auch die Hardware bis hin zum Einsatz von Sensoren, bieten Hosting ebenso wie Lizenzverwaltung an.

 

Nun gibt es ja eingängige Lösungen für viele Branchen…
Das Problem von vorgefertigten Branchenlösungen ist, dass sie oft sehr viel bieten, was gar nicht benötigt wird. Zudem können sie nicht immer gut individualisiert werden. Für Unternehmen kann das bedeuten, ihre Prozesse der Lösung anzupassen. Wir gehen den umgekehrten Weg: Als Partner von Atlassian verfügen wir über einen riesigen Baukasten mit über 2400 Anwendungen, die wir zu einem System zusammensetzen, das unsere Kunden brauchen. Das eingesetzte System soll schließlich der Kultur des Unternehmens folgen und nicht andersherum. Diese Flexibilität ermöglicht auch die Erweiterung des Systems und dient als Grundlage für die Optimierung von Prozessen.

 

Sie plädieren also für ein schrittweises Vorgehen?
Zu unserer Beratungsleistung gehört auch, vor dem „over engineering“ zu warnen. Es ist nicht immer sinnvoll, alle Bereiche sofort bis ins letzte Detail zu digitalisieren. Besser ist es, an den Kernprozessen anzusetzen, diese zu digitalisieren und damit auch zu optimieren. Wir setzen zu Beginn bei dem Prozess an, der unseren Kunden am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Das macht neue Ressourcen frei für den nächsten Transformations-Schritt.

 

Wir haben von KMU gesprochen – ist das Ihre Hauptzielgruppe?
Wir unterstützen KMU bei der Digitalisierung, ganz klar. Zugleich gehören wir zu den führenden Dienstleistern für digitale Schulungs- und Trainingssysteme. So haben wir für einen großen deutschen Automobilkonzern ein digitales Schulungssystem aufgebaut. Wir sind Partner für mittelständische Unternehmen ebenso wie für weltweite Konzerne.

 

 

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